L6C Stendal 1900
Luftschiff Hindenburg

L&C stendal

Ein Stück Deutsche Möbelgeschichte

L&C stendal  ist eine Firma mit wechselvoller, eben typisch deutscher Geschichte.
Gegründet Ende des 19. Jahrhunderts zählt L&C stendal zu den Pionieren der Metallbearbeitung in der Möbelindustrie.
1871 gründen Louis Arnold und sein Sohn Carl die Eisenmöbelfabrik L.&C. Arnold im baden-württembergischen Schorndorf und eröffnen 1889 das bis heute als einziges erhaltene Werk in Stendal.

Bis 1926 entwickeln sich die Arnold Werke zu den führenden Stahlrohrmöbelherstellern in Europa: 1.400 Mitarbeiter produzieren Gartenmöbel, Stahlrohrbetten, Stühle, Garderoben und u.a. Tische.

Bestuhlung im Luftschiff Hindenburg

In den  Zwanziger  Jahren  erweist  sich die  Nachbarschaft zum Bauhaus  Dessau als glückliche  Fügung.
Die  Bauhäusler  streben  nach  einer  Zusammenarbeit mit der Industrie.
L.&C. Arnold in Stendal bietet sich als experimentierfreudiger  Kooperationspartner an, und  so entstehen  visionäre Ideen, gemeinsame  Prototypen und  erfolgreiche  Wettbewerbsbeiträge.
1927 zeigt L&C auf der Werkbundausstellung in Stuttgart einen von Mart Stam entwickelten und von L&C gefertigten ersten hinterbeinlosen Stuhl, den heutigen Freischwinger.
1930 startet in Stendal  die umfangreiche Serienproduktion von verchromten  Stahlrohrmöbeln für den  Innenraum.
Auch Entwürfe weiterer Bauhäusler werden realisiert: Unter anderem entsteht 1933 eine exklusive Produktion für Marcel Breuer von über 36 Modelle im Bauhaus Stil.
Die Ausstattung des Luftschiffs „Hindenburg“ mit Aluminium Sitzmöbeln und Tischen 1936 zeigt L&C’s hohe Fertigungskunst und macht das Unternehmen auch international bekannt.

Prospekt aus dem Jahre 1970

Originalmöbel können bis heute im Werk Stendal sowie im Zeppelinmuseum in Friedrichshafen besichtigt werden.
1945 wird das Werk nach einer Phase der Treuhandverwaltung in Volkseigentum überführt und produziert und dem Namen STIMA verschiedene Möbel für den öffentlichen und privaten Bereich.
Nach der Wiedervereinigung wird das Unternehmen 1991 an die Muttergesellschaft zurückgeführt und produziert weiter unter eigenem Namen.
1994 werden eigene Bauhaus-Klassiker aus dem umfangreichen Fundus wieder in die Fertigung aufgenommen und unter anderem für die Ausstattung der historischen Mensa im Bauhaus Dessau verwendet.
In den Folgejahren ergänzen Re.- Designs aus den 50er Jahren sowie neue Designentwürfe das Programm von L&C stendal.
Seit 1997 ist die Firma unter dem Namen L&C stendal im Markt bekannt und produziert Stühle und Tische für den Objektbereich sowie Großraumbestuhlungen mit diversen Ergänzungsmöbeln.
Regale, Hocker, Garderoben und Ähnliches gehören ebenso zur Produktpalette wie hochwertige Bauhausklassiker oder funktionale und ergonomische Möbel für den Lounge- und Wohnbereich.

Seit  über 125 Jahren gelingt es L&C stendal immer wieder seine Ziele zu verwirklichen:
gutes Design mit Charakter als Ergebnis hochwertiger deutscher Handwerkskunst.
Es gibt nicht viele Möbelhersteller, die auf eine so traditionsreiche Firmengeschichte zurückblicken können.
L&C stendal verstand es in seiner Entwicklung, aus der eigenen Vergangenheit zu schöpfen, und hat damit Geschichte unmittelbar gelebt.

Showroom in Stendal

In dieser Tradition entwickeln und fertigen wir in unserem Werk in Stendal bis heute qualitativ hochwertige Produkte aus Stahlrohr, einem modernen Werkstoff, der neben seiner  Vielseitigkeit und zeitlosen Eleganz alltagstaugliche Eigenschaften wie Robustheit und Leichtigkeit mit einander verbindet.

Um höchstmögliche Qualität und Flexibilität zu garantieren, liegt bis heute die gesamte Wertschöpfungskette in Deutschland.
Das Wissen aus über einem Jahrhundert um die Kunst der sorgfältigen Stahlrohrverarbeitung lassen unsere Mitarbeiter tagtäglich in die Produktion und Gestaltung der L&C stendal Möbel einfließen.
Designer arbeiten Hand in Hand mit Einkauf und Produktion, um das Stahlrohr innovativ einzusetzen und so neue besondere Möbel zu erschaffen, die keine Wünsche offen lassen.



L&C stendal hat sich von einem Massenproduzenten in den 1920er Jahren zu einer Manufaktur mit hoher Fertigungstiefe im Jahr 2016 entwickelt, die kurze Wege und schnelle Entscheidungen ermöglicht.
Die bis heute hauseigene Galvanik trägt sehr zur Agilität des Unternehmens bei und bietet so auch Spielraum für besondere Kundenwünsche und die kurzfristige Realisierung von Sonderanfertigungen.

Verändert hat sich seit 1871 viel – geblieben sind Qualität und Design mit Charakter.

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